9. Sep­tem­ber 2026

Bildung statt Herkunft: PISA zeigt dringenden Handlungsbedarf Moesta: „Unser Aufstiegsversprechen muss wieder für jedes Kind gelten“

PISA-Erge­b­nisse sind ein sozialpoli­tis­ch­er Weck­ruf: Bil­dung entschei­det über die Zukun­ft Die aktuellen PISA-Erge­b­nisse sind alarmierend. Deutsch­lands Schü­lerin­nen und Schüler erre­ichen in Lesen, Math­e­matik und Natur­wis­senschaften die niedrig­sten Werte seit Beginn der Erhe­bun­gen. Rund ein Drit­tel der 15-Jähri­­gen ver­fehlt beim Lesen und in Math­e­matik die Min­dest­stan­dards. „Wer nicht sich­er lesen, rech­nen und Infor­ma­tio­nen ver­ste­hen kann, hat später deut­lich schlechtere Chan­cen auf Aus­bil­dung, Arbeit und ein selb­st­bes­timmtes Leben“, erk­lärt die sozialpoli­tis­che Sprecherin der CDU-Land­­tags­frak­­tion Rhein­­land-Pfalz, Anette Moes­ta. „Bil­dung entschei­det über die Zukun­ft. Sie ist der wichtig­ste Schlüs­sel, um den Kreis­lauf von Armut zu durch­brechen.“

Beson­ders besorgnis­er­re­gend sei der weit­er­hin starke Zusam­men­hang zwis­chen sozialer Herkun­ft und Bil­dungser­folg. Nur zwei Prozent der Jugendlichen aus sozial benachteiligten Fam­i­lien erre­ichen laut PISA die höch­ste Leis­tungs­gruppe. Bei Jugendlichen aus priv­i­legierten Fam­i­lien sind es rund 25 Prozent. „Der Geld­beu­tel und der Bil­dungsab­schluss der Eltern dür­fen nicht darüber entschei­den, was aus einem Kind wird. Unser Auf­stiegsver­sprechen muss wieder gel­ten – für jedes Kind, unab­hängig von sein­er Herkun­ft und sein­er Adresse“, betont Moes­ta.

Dafür müsse Unter­stützung früh begin­nen: mit verbindlichen Sprach­stand­ser­he­bun­gen, geziel­ter Förderung bere­its in der Kita, ein­er Stärkung der Grund­kom­pe­ten­zen sowie gut aufgestell­ter Schul­sozialar­beit. Auch ein gesun­des Mit­tagessen, erre­ich­bare Beratungsange­bote und eine bessere Zusam­me­nar­beit von Kitas, Schulen, Jugend­hil­fe und Fam­i­lien­zen­tren gehörten dazu. Moes­ta abschließend: „Schulen kön­nen soziale Prob­leme nicht allein lösen. Bil­dungspoli­tik und Sozialpoli­tik müssen deshalb enger zusam­mengedacht wer­den. Wir müssen Kinder früh erre­ichen, Fam­i­lien gezielt unter­stützen und ver­hin­dern, dass junge Men­schen ohne aus­re­ichende Grund­la­gen die Schule ver­lassen. Kein Kind darf aufgegeben wer­den.“