28. Juli 2025

Anette Moesta MdL fordert Entlastung für Pflegebedürftige und Angehörige „Pflegekosten explodieren – Land muss seinen Beitrag leisten“

Die Eigen­an­tei­le für Pfle­ge­be­dürf­ti­ge in sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen stei­gen wei­ter dras­tisch an – und brin­gen vie­le Betrof­fe­ne und deren Fami­li­en zuneh­mend an die Belas­tungs­gren­ze. „Die durch­schnitt­li­chen monat­li­chen Kos­ten für einen Heim­platz lie­gen mitt­ler­wei­le bei über 2.600 Euro – in Rhein­­land-Pfalz sogar bei über 3.000 Euro. Das ist für vie­le pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen nicht mehr zu stem­men“, erklärt die senio­ren­po­li­ti­sche Spre­che­rin der CDU-Frak­­ti­on, Anet­te Moes­ta, MdL.

Wie aktu­el­le Aus­wer­tun­gen des Ver­ban­des der Ersatz­kas­sen zei­gen, haben sich die Pfle­ge­kos­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich erhöht. Ein zen­tra­ler Grund dafür sind natür­lich die Per­so­nal­kos­ten. Jedoch tra­gen die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner auch erheb­li­che Inves­ti­ti­ons­kos­ten. Nach 82 des Sozi­al­ge­setz­bu­ches sind hier die Bun­des­län­der in der Ver­ant­wor­tung ihren Bei­trag fest­zu­le­gen. Rhein­­land-Pfalz hat die­se För­de­rung vor rund 25 Jah­ren abge­schafft. . „Das Land Rhein­­land-Pfalz muss end­lich wie­der sei­nen Bei­trag zur Redu­zie­rung der Inves­ti­ti­ons­kos­ten leis­ten“, for­dert Anet­te Moes­ta. „Es kann nicht sein, dass    öffent­li­che Trä­ger sich ihrer  Ver­ant­wor­tung ent­zie­hen und die Pfle­ge­be­dürf­ti­gen die Leid­tra­gen­den sind.“

Auch die Aus­bil­dungs­kos­ten für Pfle­ge­kräf­te, die seit der Reform der Pfle­ge­aus­bil­dung 2020 teil­wei­se über Umla­gen auf die Heim­be­woh­ner umge­legt wer­den, kri­ti­siert die Christ­de­mo­kra­tin scharf: „Die Finan­zie­rung der Pfle­ge­aus­bil­dung gehört in den Lan­des­haus­halt. Es ist eine gesamt­ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­be, genü­gend Fach­kräf­te für die Pfle­ge aus­zu­bil­den – die­se Kos­ten dür­fen nicht über die Tages­sät­ze auf Pfle­ge­be­dürf­ti­ge abge­wälzt werden.“

Beson­ders in länd­li­chen Regio­nen wie dem Land­kreis May­en-Koblenz sei die Belas­tung groß. Vie­le Ange­hö­ri­ge stün­den vor der schwie­ri­gen Ent­schei­dung, ob sie Beruf, Fami­lie und Pfle­ge noch mit­ein­an­der ver­ein­ba­ren kön­nen. „Wir brau­chen end­lich eine ver­läss­li­che Ent­las­tung – durch eine stär­ke­re Steu­er­fi­nan­zie­rung der Pfle­ge­aus­bil­dung und eine Betei­li­gung des Lan­des an den Inves­ti­ti­ons­kos­ten. Wer über Gene­ra­tio­nen­ge­rech­tig­keit spricht, darf die Ältes­ten in unse­rer Gesell­schaft nicht im Stich las­sen“, betont Anet­te Moesta.

Die CDU-Frak­­ti­on im rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Land­tag setzt sich seit Lan­gem für eine Reform der Pfle­ge­fi­nan­zie­rung ein. „Die Lan­des­re­gie­rung darf die Augen nicht län­ger vor der Rea­li­tät ver­schlie­ßen. Wer Pfle­ge zukunfts­fest machen will, muss die Finan­zie­rung auf ein gerech­tes Fun­da­ment stel­len – soli­da­risch, ver­läss­lich und mensch­lich“, so Anet­te Moes­ta abschließend.