25. August 2024

Landtagsabgeordneter Peter Moskopp sieht durch fehlende Investitionen Digitalisierung der Schulen in Gefahr — Digitalpakt sollte fortgeführt werden

Seit 2019 wur­den mit dem “Dig­i­tal­pakt Schule” wichtige Dig­i­tal­isierungsvorhaben und drin­gend benötigte Infra­struk­tu­rar­beit­en in diesem Bere­ich umge­set­zt. Finanziert aus dem Son­derver­mö­gen des Bun­des “Dig­i­tale Infra­struk­tur” beteiligte sich der Bund am Dig­i­tal­pakt mit 90% der Kosten und trug damit den mit Abstand größten Teil. In den ver­gan­genen Jahren investierte der Bund so rund 6,5 Mrd.€ in die Dig­i­tal­isierung der Schulen.

Nach­dem das Son­derver­mö­gen im ver­gan­genen Jahr aufgelöst wurde, ver­han­deln Bund und Län­der seit einiger Zeit über eine Fort­führung im Rah­men eines Dig­i­tal­pak­ts 2.0. Nach den neusten Haushalt­splä­nen der Ampel-Regierung zeich­net sich nun jedoch ab, dass für eine Fort­führung bzw. eine Neuau­flage nicht in dem erwarteten und drin­gend benötigtem Umfang seit­ens des Bun­des geplant wird.

Vielmehr soll es zukün­ftig eine 50/50 Regelung bezüglich der Kosten zwis­chen Bund und Län­der geben. „Nach mein­er Ansicht führt dies jedoch zu ein­er enor­men finanziellen Mehrbe­las­tung der Län­der, denen für die entsprechen­den Pro­jek­te lei­der die finanziellen Mit­tel fehlen. Dadurch kommt es zu unnöti­gen Verzögerun­gen bei den drin­gend benötigten Pro­jek­ten und der Prozess der Dig­i­tal­isierung läuft Gefahr ins Stock­en zu ger­at­en,“ erläutert Peter Moskopp.

Auch die Kul­tus­min­is­terkon­ferenz, die für die Dig­i­tal­isierung der Schulen zuständig ist, ist nach der bish­eri­gen Infor­ma­tion­slage unzufrieden und hat daher für Anfang Sep­tem­ber eine Son­der­sitzung ein­berufen. Es fehlt vor allem an der Ver­lässlichkeit, um wichtige Entschei­dun­gen tre­f­fen zu kön­nen und damit die richti­gen Weichen für das kom­mende Jahr zu stellen. Vor allem in Hin­blick auf die kom­menden Jahre sind nach Angabe der Min­is­terkon­ferenz min­destens 1,3 Mrd. € seit­ens des Bun­des jährlich nötig, um die dig­i­tale Infra­struk­tur weit­erzuen­twick­eln und die Dig­i­tal­isierung weit­er voranzutreiben.

Der Bund ver­weist darauf, dass teil­weise Gelder aus den let­zten Jahren noch nicht abgerufen wur­den und diese nach den Haushalt­splä­nen für dieses und das näch­ste Jahr noch zur Ver­fü­gung stün­den. „Für mich entschei­dend ist bei diesem Punkt die Frage, warum der Mit­te­labfluss teil­weise nur langsam erfol­gt. Kom­munen, Schul­träger und Schulen bericht­en von enor­men bürokratis­chen Hür­den bei der Beantra­gung von Fördergeldern aus dem Dig­i­tal­pakt. Um die Dig­i­tal­isierung voranzutreiben muss der Prozess drin­gend erneuert und vere­in­facht wer­den. Ohne die entsprechende Finanzierung aus Berlin und Mainz wird die Weit­er­en­twick­lung im Bere­ich der Dig­i­tal­isierung weit­er stock­en und Deutsch­land dro­ht inter­na­tion­al den Anschluss zu ver­lieren. Dies muss unbe­d­ingt ver­hin­dert wer­den. Gelder eins­paren auf Kosten der Dig­i­tal­isierung und der dig­i­tal­en Infra­struk­tur ist der falsche Weg. Ich hoffe, dass die Entschei­dungsträger dies noch ein­mal über­denken,“ so Peter Moskopp.