6. Dezem­ber 2021

Torsten Welling (CDU): Kommunalfeindliche Politik der Landesregierung!

Der rhein­­land-pfäl­­zi­­sche Lan­des­rech­nungs­hof hat sei­nen jähr­li­chen Kom­mu­nal­be­richt vor­ge­legt. Unterm Strich steht, dass die Kom­mu­nen in Rhein­­land-Pfalz bun­des­weit die höchs­te Ver­schul­dung haben.

Der Rech­nungs­hof beschei­nigt der Lan­des­re­gie­rung schwarz auf weiß, dass die rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Kom­mu­nen bun­des­wei­tes Schluss­licht im Hin­blick auf ihre Finanz­aus­stat­tung sind.

Der CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Tors­ten Wel­ling erklärt: „Jahr für Jahr kön­nen rund 40 Pro­zent der Städ­te, Land­krei­se und Gemein­den in unse­rem Bun­des­land ihren Haus­halt nicht aus­glei­chen. Sie müs­sen sich wei­ter ver­schul­den, damit die wich­tigs­ten öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen, wie Schu­len und Kita, gehal­ten wer­den kön­nen. Davon sind auch Dör­fer, Städ­te und Gemein­den im Kreis May­­en-Koblenz betroffen.“

Maro­de Stra­ßen, Brü­cken, Schwimm­bä­der und Sport­stät­ten sei­en unmit­tel­ba­re Fol­ge die­ser man­geln­den Finanz­aus­stat­tung durch die Lan­des­re­gie­rung, so Tors­ten Wel­ling, der aus dem eige­nen Wahl­kreis etli­che Bei­spie­le kennt: „Seit 2004 bin ich Mit­glied des Gemein­de­ra­tes in mei­ner Hei­mat­ge­mein­de Och­ten­dung und erle­be Jahr für Jahr, wie wir mit defi­zi­tä­ren Haus­hal­ten arbei­ten müs­sen. Ein Blick in die größ­te Kom­mu­ne des Wahl­krei­ses, die Stadt May­en, macht es eben­falls deut­lich. Hier ent­hält der Haus­halts­ent­wurf einen Fehl­be­trag von fast 5 Mil­lio­nen Euro.“

Ande­re Bun­des­län­der machen vor, wie man sich vor­bild­lich um Kom­mu­nen im Land küm­mern kann. Die rhein­­land-pfäl­­zi­­sche Lan­des­re­gie­rung muss end­lich lang­fris­ti­ge Finanz­kon­zep­te für unse­re Kom­mu­nen vor­le­gen. Wäh­rend von der CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on im Sep­tem­ber ein kon­kre­ter Vor­schlag auf dem Tisch lag, wur­de die­ser ein­mal mehr von SPD, Grü­nen und FDP mit dem Fin­ger­zeig nach Ber­lin abge­lehnt. Von einer Eigen­ver­ant­wor­tung der Lan­des­re­gie­rung und der sie tra­gen­den Frak­tio­nen ist nichts zu erken­nen. „Wie vie­le Kom­mu­nal­be­rich­te, Ver­fas­sungs­ge­richts­ur­tei­le und Gut­ach­ten müs­sen noch erschei­nen, bis es bei den Ver­ant­wort­li­chen zu einem Umden­ken kommt“, fragt Tors­ten Welling.