17. Mai 2021

Auch beim Thema Plastikmüll global denken, aber lokal handeln

Im Rah­men sei­ner jüngs­ten Sit­zung hat sich der Kreis­tag des Land­krei­ses May­­en-Koblenz mit dem Antrag „Plas­tik­müll ver­mei­den und ver­rin­gern“ beschäf­tigt, der gemein­sam von den Kreis­tags­frak­tio­nen von CDU, Bünd­nis 90/Die Grü­nen und FDP gestellt wur­de. Der Land­kreis soll dem­nach über­all dort, wo er Hand­lungs­mög­lich­kei­ten hat, zur Redu­zie­rung oder Ver­mei­dung von Plas­tik­müll bei­tra­gen. Lei­der ist der bun­des­wei­te Plas­tik­kon­sum von 1995 bis 2019 von 1,56 auf rund 3,2 Mil­lio­nen Ton­nen gestie­gen. Plas­tik ist für vie­le Anwen­dun­gen ein sinn­vol­ler und viel­sei­ti­ger Werk­stoff. Es ist aber kon­tra­pro­duk­tiv, dass Kunst­stoff­pro­duk­te teil­wei­se nur für weni­ge Tage oder gar Minu­ten im Ein­satz sind. Vor allem Ein­weg­ver­pa­ckun­gen und ande­re Weg­werf­pro­duk­te aus Plas­tik ver­schwen­den wert­vol­le Res­sour­cen und ver­schmut­zen nicht sel­ten auf­grund von unsach­ge­mä­ßer Ent­sor­gung die Natur.

Nach Mei­nung der drei antrag­stel­len­den Frak­tio­nen muss daher der Grund­satz „Glo­bal den­ken, lokal han­deln“ auch beim The­ma Plas­tik­müll durch­grei­fen. Im Bereich des Land­krei­ses May­­en-Koblenz gibt es hier­zu bereits vie­le posi­ti­ve Ansät­ze und Akti­vi­tä­ten. Bei­spiel­haft ist hier die Umwelt­bil­dung in Kin­der­ta­ges­stät­ten und Grund­schu­len zu erwäh­nen. Hier­durch wer­den nach­wach­sen­de Genera­tio­nen mit der Pro­ble­ma­tik ver­traut gemacht.

In dem gemein­sa­men Antrag wer­den acht wei­te­re Berei­che genannt, die zu einer wei­te­ren Redu­zie­rung der Plas­tik­müll­men­ge bei­tra­gen kön­nen. Hier­zu gehört die Aus­lo­bung eines Prei­ses für inno­va­ti­ve Pro­duk­te bzw. für erfolg­rei­che Pro­jek­te, die eine Redu­zie­rung von Plas­tik ermög­li­chen. Des Wei­te­ren soll die Kreis­ver­wal­tung oder die WFG ein För­der­pro­gramm zur früh­zei­ti­gen Umstel­lung von Ein­­weg- auf Mehr­weg­ver­pa­ckun­gen in Gastronomie‑, Hotel- und Cate­ring­be­trie­ben erar­bei­ten. Auch die Auf­klä­rungs­ar­beit soll nicht nur bei Kin­dern und Jugend­li­chen zudem noch­mals inten­si­viert werden.

Nach aus­führ­li­cher Dis­kus­si­on hat der Kreis­tag ein­stim­mig die Kreis­ver­wal­tung beauf­tra