3. März 2021

Landesregierung vernachlässigt Mittelzentren in Mayen-Koblenz Anette Moesta (CDU): „Ministerpräsidentin Dreyer sorgt für Unruhe in der kommunalen Familie“

Zwölf rhein­­land-pfäl­­zi­­sche Mit­tel­zen­tren wen­den sich empört an Minis­ter­prä­si­den­tin Drey­er: Das Innen­­stadt-Pro­­­gramm der Lan­des­re­gie­rung ist aus­schließ­lich für die fünf Ober­zen­tren im Land vor­ge­se­hen. Klei­ne­re Städ­te, dar­un­ter auch Ander­nach und May­en, blei­ben sich selbst über­las­sen und müs­sen mit den Coro­­na-bedin­g­­ten Pro­ble­men ohne Unter­stüt­zung des Lan­des zurecht­kom­men. In einem Brand­brief posi­tio­nie­ren sich Ober­bür­ger­meis­ter – dar­un­ter auch SPD-OB – nun ein­deu­tig gegen die Ministerpräsidentin.

Der wirt­schafts­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on, Dr. Hel­mut Mar­tin, dazu: „Der Lan­des­re­gie­rung fehlt ganz offen­sicht­lich der Blick für das Gro­ße und Gan­ze. Aus­schließ­lich die fünf Ober­zen­tren im Land unter­stüt­zen zu wol­len, wird der aktu­el­len Lage nicht gerecht. Auch vie­le klei­ne­re und mitt­le­re Städ­te haben mit coro­­na-bedin­g­­ten Pro­ble­men zu kämp­fen – ihre Innen­städ­te lei­den unter den mas­si­ven Ein­schrän­kun­gen auf­grund der Coro­na Pan­de­mie – ihre Sor­gen und Nöte blei­ben von Minis­ter­prä­si­den­tin Drey­er und der Lan­des­re­gie­rung jedoch unge­hört. Der Brand­brief, dem sich sogar Par­tei­freun­de von Frau Drey­er anschlie­ßen, ist ein Hil­fe­schrei. Ohne pass­ge­naue Hil­fe kön­nen klei­ne­re und mitt­le­re Städ­te in Rhein­­land-Pfalz nach der Pan­de­mie ihre Bür­ger­stei­ge in den Innen­städ­ten hochklappen.“

Auch die CDU-Lan­d­­tags­­­kan­­di­­da­­tin Anet­te Moes­ta schließt sich der Kri­tik an der Lan­des­re­gie­rung an und ver­weist noch ein­mal dar­auf, dass die CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on ein ganz­heit­li­ches Kon­zept, einen kon­kre­ten 8‑Pun­k­­te-Plan inklu­si­ve 20-Mil­­lio­­nen-Euro Sofort­pro­gramm, zur Ret­tung der rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Innen­städ­te vor­ge­schla­gen hat: „Bereits im zwei­ten Nach­trags­haus­halt – also vor fünf Mona­ten – hat die CDU ein ‚Sofort­pro­gramm Attrak­ti­ve Innen­städ­te‘ vor­ge­schla­gen und bean­tragt. Lei­der hat die Ampel-Koali­­ti­on das abge­lehnt. Die­ser Vor­schlag war pass­ge­nau auf die Bedürf­nis­se von Rhein­­land-Pfalz mit sowohl Ober­zen­tren als auch brei­ten länd­li­chen Regio­nen abge­stimmt und hät­te auch eine För­de­rung der Mit­tel­zen­tren vor­ge­se­hen. Auch hier möch­ten die Men­schen nach der Coro­­na-Kri­­se wie­der durch beleb­te Innen­städ­te laufen.“