26. Febru­ar 2021

Sanierung der Kirchenorgel steht an: St. Cyriakus zieht alle Register

Alle „Regis­ter“ zieht der­zeit die Nie­der­men­di­ger Kir­chen­ge­mein­de St. Cyria­kus zusam­men mit dem För­der­ver­ein, um die beein­dru­cken­de „Klais-Orgel“ aus dem Jahr 1925 zu moder­ni­sie­ren. Ins­ge­samt wer­den über 2.200 Orgel­pfei­fen auf­wän­dig saniert, bevor die Orgel mit ihren 32 Regis­tern zum Oster­fest wie­der die Kir­che mit impo­san­ten Tönen füllt. Zuletzt wur­de die Orgel 1963 reno­viert und umge­baut. Ins­ge­samt wer­den rund 120.000 EUR investiert.

Pas­tor Ralf Bir­ken­hei­er gab der CDU-Lan­d­­tags­­­kan­­di­­da­­tin Anet­te Moes­ta, Joa­chim Plitz­ko und Jörg Lem­pertz die Mög­lich­keit zur Besich­ti­gung der Arbei­ten und erläu­ter­te dar­über hin­aus die beein­dru­cken­de Geschich­te der Kir­che. Geis­ti­ger und künst­le­ri­scher Mit­tel­punkt von St. Cyria­kus ist der Hoch­al­tar im Chor­raum, der um 1490 von dem aus Wesel stam­men­den Maler Derick Bae­gert geschaf­fen wur­de. Die Dop­pel­kir­che St. Cyria­kus im Stadt­teil Nie­der­men­dig besteht aus der alten und neu­en Pfarrkirche.

Bei der alten Kir­che han­delt es sich um eine spät­ro­ma­ni­sche Pfei­ler­ba­si­li­ka aus dem 12. Jahr­hun­dert mit her­vor­ra­gend erhal­te­nen Wand­ma­le­rei­en aus dem 13. bis 15. Jahr­hun­dert. Neben der roma­ni­schen Dorf­kir­che erhebt sich ein drei­schif­fi­ger Kir­chen­bau im neo­go­ti­schen Stil. Der Köl­ner Dom­bau­meis­ter Vin­cenz Statz errich­te­te die­se neue Kir­che von 1852 bis 1857, nach dem Vor­bild der Mino­ri­ten­kir­che in Köln. Die Pfarr­kir­che war von 2013 bis 2017 gene­ral­sa­niert wor­den und nun folgt die Moder­ni­sie­rung der Klais-Orgel.

Anet­te Moes­ta resü­miert: „Die Initia­ti­ve in Men­dig zeigt, wie reich unse­re Regi­on an Geschich­te und kul­tu­rel­lem Ange­bot ist. Genau das mei­ne ich, wenn ich sage: Hei­mat ist für mich Programm!“