27. Janu­ar 2020

Wie transportiert man glühendheißes Aluminium — Sandra Karduck mit der CDU Mayen zu Besuch bei Bartz Maschinenbau

Ein wenig ver­steckt im Indus­trie­ge­biet Maye­ner Tal ist seit 1991 die Fir­ma Bartz Maschi­nen­bau GmbH behei­ma­tet. Das von Hans-Jür­­gen Bartz Ende der 1980er Jah­re, zunächst im Wes­ter­wald gegrün­de­te Unter­neh­men ist nicht auf­grund sei­ner geo­gra­phi­schen Lage ein wie man Neu­deutsch sagt „hid­den Cham­pion“, son­dern der Maschi­nen­bau­be­trieb hat sich zu einem welt­weit füh­ren­den Her­stel­ler von Anla­gen für die Alu­mi­ni­um­in­dus­trie ent­wi­ckelt. Bartz stellt Schmelz­öfen für Alu­mi­ni­um her, in denen Alu­mi­nu­im­schrot­te oder Rohalu­mi­num hoch­ef­fi­zi­ent ein­ge­schmol­zen wer­den kön­nen. Bin­nen weni­ger Stun­den kön­nen mit die­sen Öfen schon ein­mal 40 Ton­nen des Metalls auf über 1000 Grad erhitzt wer­den, um dann etwa für den Guss von Motor­blö­cken oder Bau­kom­po­nen­ten in der Flug­zeug­indus­trie Ver­wen­dung zu fin­den. Erwäh­nens­wert ist an die­ser Stel­le, dass beim Recy­cling nur etwa 6% der Ener­gie auf­ge­wen­det wer­den muss, die bei der extrem ener­gie­in­ten­si­ven Her­stel­lung von Prim­är­al­u­mi­num aus Erzen nor­ma­ler­wei­se benö­tigt wird. Um den Mit­glie­dern des CDU Stadt­ver­bands eine Vor­stel­lung der Grö­ßen­ord­nung die­ser Anla­gen zu ver­mit­teln, führ­ten Hans-Jür­­gen Bartz und Tobi­as Harner die Grup­pe durch die ver­schie­de­nen Pro­duk­ti­ons­hal­len am Stand­ort May­en. Hier stan­den gera­de zwei im Bau befind­li­che Schmelz­l­öfen, deren Eigen­ge­wicht nach der Mon­ta­ge 250 Ton­nen betra­gen kann. Rie­si­ge Hal­len­krä­ne erlau­ben es, die­se Öfen in zer­leg­ter Form mit Schwer­last­trans­por­ten zum End­kun­den zu beför­dern. Dar­über hin­aus baut Bartz auch noch Tie­gel für den Trans­port von flüs­si­gem Alu­mi­ni­um über die Stra­ße. In die­sen gro­ßen „Koch­töp­fen“ kann das flüs­si­ge Metall mit einer Tem­pe­ra­tur von 800 Grad und mehr von dem Schmelz­be­trieb über vie­le hun­dert Kilo