Die frän­ki­sche Schweiz war in die­sem Jahr Ziel der vier­ten 4‑Ta­ge-Fahrt der Senio­ren-Uni­on Ander­nach. Mit 45 Teil­neh­mern erreich­te der Bus am Frei­tag quer durch den Spes­sart über Lohr und Karl­stadt die ers­te Sta­ti­on in Wer­neck, wo im Braue­rei­gast­hof der Mit­tags­tisch war­te­te. Anschlie­ßend folg­te die Durch­que­rung des Stei­ger­walds mit Ziel Wel­co­me Kon­gress­ho­tel Bam­berg, das die Orga­ni­sa­to­rin­nen Karin Schäf­gen und Uschi Eisl als Quar­tier aus­ge­sucht hat­ten.

Noch am glei­chen Tag star­te­te eine aus­gie­bi­ge Füh­rung durch Bam­berg, der Traum­stadt an der Reg­nitz, einer Sym­pho­nie in „B“, Bür­ger, Burg, Barock, Brezn und Bier, das in und für Bam­berg eine beson­de­re Bedeu­tung hat. Schließ­lich ist der ers­te Bier­aus­schank in der über 1000 Jah­re alten Stadt an der Reg­nitz bereits 1093 urkund­lich belegt und das frän­ki­sche Rauch­bier ist ja über­re­gio­nal bekannt. Ent­lang der Reg­nitz mit Blick auf die schö­nen Fischer­häu­ser in „klein Vene­dig“ ging es bei schöns­tem Wet­ter durch die Alt­stadt mit den vie­len Braue­rei­gast­stät­ten, unter ande­ren das berühm­te „Schlen­ker­la“, hoch zur „geist­li­chen Stadt“ auf dem Dom­berg. Unver­ges­sen ist für alle der wun­der­schö­ne Blick vom his­to­ri­schen Rosen­gar­ten der Resi­denz auf die Welt­kul­tur­er­be-Stadt und die Umge­bung, bevor der Weg zurück zum Hotel führ­te, wo das abend­li­che Büf­fet auf die hung­ri­gen Senio­ren war­te­te.

Sams­tags beglei­te­te eine kun­di­ge Gäs­te­füh­re­rin die Grup­pe mit dem Bus durch die nörd­li­che frän­ki­sche Schweiz mit Ziel Bay­reuth. Ers­ter Stopp im soge­nann­ten „Got­tes­gar­ten am Ober­main“ war die baro­cke Wall­fahrts­kir­che Vier­zehn­hei­li­gen, die 1743 bis 1772 nach Plä­nen von Bal­tha­sar Neu­mann an der Stel­le erbaut wor­den ist, wo ein Schä­fer bereits 1445 meh­re­re Erschei­nun­gen hat­te. Neu­mann schaff­te es den Erschei­nungs­ort in Altar­form, umge­ben von 14 Not­hel­fern, in den opti­schen Mit­tel­punkt des Kir­chen­rau­mes zu rücken, ohne vom Grund­kon­zept einer drei­schif­fi­gen Basi­li­ka abzu­wei­chen. In Blick­wei­te von Vier­zehn­hei­li­gen liegt das ehe­ma­li­ge Bene­dik­ti­ner­klos­ter Banz auf der ande­ren Sei­te des Mains, das als nächs­tes ange­steu­ert wur­de. Auf rund 950 Jah­re Geschich­te kann das Klos­ter zurück­bli­cken, das auf eine Stif­tung der dort befind­li­chen Burg Banz zurück­geht. Die heu­ti­ge Form erhielt das Klos­ter im 18. Jahr­hun­dert unter Betei­li­gung des Barock­bau­meis­ters Bal­tha­sar Neu­mann. Im Anschluss an den Besuch der Klos­ter­kir­che folg­te eine Füh­rung im Klos­ter Banz, das seit 1979 von der Hanns-Sei­del-Stif­tung als Erwach­se­nen­bil­dungs­stät­te genutzt wird. Nach Stär­kung in der Klos­ter­schän­ke ging die Rei­se wei­ter nach Bay­reuth. Die Wag­ner­stadt Bay­reuth zeig­te sich von ihrer bes­ten Sei­te. Das Fest­spiel­haus „auf dem grü­nen Hügel“ war zwar wegen der Vor­be­rei­tun­gen für die Fest­spie­le nur im Vor­bei­fah­ren zu besich­ti­gen, der Stadt­spa­zier­gang führ­te die Gäs­te aber zum Hof­gar­ten hin­ter dem neu­en Schloss zum Wohn­haus „Vil­la Wahn­fried“ von Richard Wag­ner. Das Wir­ken des berühm­ten Kom­po­nis­ten hat wesent­lich zu der Stadt­prä­gung bei­getra­gen. Aller­dings waren die schwar­zen Schwä­ne, die frü­her auf dem Kanal des Hof­gar­tens schwam­men, wohl aus­ge­wan­dert. Voll mit posi­ti­ven Ein­drü­cken ging es zurück nach Bam­berg.

Der Pfingst­sonn­tag stand vor­mit­tags zur frei­en Ver­fü­gung. Die meis­ten Teil­neh­mer nutz­ten es zur Teil­nah­me am Pon­ti­fi­kal­amt oder der anschlie­ßen­den Mes­se im Dom. Am Nach­mit­tag stand eine Schiff­fahrt auf der Reg­nitz auf dem Pro­gramm, bei der auch die alten Fischer­häu­ser ganz aus der Nähe zu bewun­dern waren.

Am Pfingst­mon­tag star­te­te die Rück­rei­se über die Resi­denz­stadt Würz­burg, der Stadt der Drei „W“, Wein, Weih­rauch, Wis­sen­schaft. Nach einer geführ­ten Stadt­rund­fahrt über die Löwen­brü­cke vor­bei an den vie­len Sehens­wür­dig­kei­ten begann an der Resi­denz, die seit 1981 auch UNESCO Welt­kul­tur­er­be ist, ein geführ­ter Stadt­rund­gang durch die nach dem 2. Welt­krieg wie­der auf­ge­bau­te Alt­stadt. Der Mit­tags­tisch war für die Senio­ren aus Ander­nach in der Gast­stät­te „Back­öfe­le“ gedeckt. Nicht weni­ge genos­sen danach auch noch einen „Brü­cken­schop­pen“ auf der alten Main­brü­cke, bevor die Rück­fahrt nach Ander­nach fort­ge­setzt wur­de. Von den Rei­se­teil­neh­mern kam sehr viel posi­ti­ver Zuspruch und der Vor­sit­zen­de Richard Wel­ter bedank­te sich bei den bei­den Pla­ne­rin­nen der Fahrt für die rei­bungs­lo­se Orga­ni­sa­ti­on. Er wies dar­auf hin, dass die Senio­ren-Uni­on in die­sem Jahr noch wei­te­re Tages­fahr­ten anbie­tet und dass jeder Ander­nacher über 60, der kei­ner ande­ren Par­tei ange­hört, Mit­glied in der Senio­ren-Uni­on wer­den kann.

Pres­se­mit­tei­lung der Senio­ren-Uni­on Ander­nach vom 12.06.2019