Seit nun­mehr 70 Jah­ren ist das Grund­ge­setz der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land die Garan­tie dafür, dass wir in unse­rem Land in einer frei­heit­li­chen Gesell­schaft leben kön­nen. Ent­stan­den ist es nicht zuletzt als Gegen­ent­wurf zur Ideo­lo­gie des Natio­nal­so­zia­lis­mus, die weder die Gleich­heit aller Men­schen noch deren indi­vi­du­el­le Frei­heit aner­kann­te. Zur Errei­chung natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Zie­le dien­te den Macht­ha­bern in hohem Maße auch der Ein­satz des Straf­rechts, das im demo­kra­ti­schen Rechts­staat als schärfs­tes Macht­in­stru­ment der Staats­ge­walt ledig­lich als ulti­ma ratio, also als äußers­tes Mit­tel, ein­ge­setzt wer­den darf, um von der Rechts­ord­nung miss­bil­lig­te Ver­hal­tens­wei­sen zu sank­tio­nie­ren. Die Natio­nal­so­zia­lis­ten nutz­ten die­ses schar­fe Schwert dage­gen auch und gera­de zur Besei­ti­gung unlieb­sa­mer Per­so­nen und Geg­ner. Doch wie war das Straf­recht im Drit­ten Reich gestal­tet? Wie wirk­te es? Und wie unter­schei­det sich das Straf­recht unter dem Grund­ge­setz hier­von? Mit die­sen Fra­gen wird sich Prof. Dr. Till Zim­mer­mann, Inha­ber des Lehr­stuhls für Straf­recht und Straf­pro­zess­recht ein­schließ­lich euro­päi­scher und inter­na­tio­na­ler Bezü­ge an der Uni­ver­si­tät Trier, im Rah­men des zwei­ten „Maye­ner Gesprächs“ der CDU May­en aus­ein­an­der­set­zen. Dabei wird er unter dem Titel „Gum­mi und Eisen – Straf­recht im Natio­nal­so­zia­lis­mus“ auch auf Ten­den­zen in der heu­ti­gen Gesetz­ge­bungs­de­bat­te und –pra­xis ein­ge­hen, die Par­al­le­len zum Recht der dama­li­gen Zeit auf­wei­sen. Im Anschluss an den Vor­trag besteht Gele­gen­heit zur Dis­kus­si­on. Die Ver­an­stal­tung fin­det statt am Frei­tag, 14. Juni 2019, um 18.30 Uhr im Sit­zungs­saal des Alten Rat­hau­ses. Alle inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind herz­lich ein­ge­la­den. Der Ein­tritt ist frei. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie unter www.cdu-mayen.de.

Pres­se­mit­tei­lung der CDU May­en vom 24. Mai 2019