11. Febru­ar 2019

CDU Mayen ehrt Erika Rittmeyer – Anekdoten aus 65 Jahren Parteimitgliedschaft

Selbst ihr eige­nes Lebens­al­ter addie­rend kamen der Maye­ner CDU-Vor­­­si­t­­zen­­de Mar­tin Reis (34 Jah­re) und der Mit­glie­der­be­auf­trag­te der Christ­de­mo­kra­ten Max Göke (28) nicht auf die Sum­me an Jah­ren, die Eri­ka Ritt­mey­er bereits Mit­glied der CDU May­en ist. Umso beein­druck­ter waren die bei­den CDU-Vor­­­stand­s­­ver­­­tre­­ter von die­ser lan­gen Zeit, in der Eri­ka Ritt­mey­er sich den Wer­ten und Inhal­ten der Uni­on ver­bun­den fühl­te und die­ser als Mit­glied die Treue hielt. Bei ihrem Besuch erleb­ten Göke und Reis eine hoch akti­ve Frau, die bes­tens über die aktu­el­len Gescheh­nis­se infor­miert ist und ledig­lich bedau­er­te, in ihrem Alter etwas den Anschluss hin­sicht­lich der Smar­t­­pho­­ne-Nut­­zung ver­passt zu haben. Anhand des ori­gi­na­len Mit­glieds­aus­wei­ses konn­ten sie sich selbst von der mitt­ler­wei­le 66-jäh­­ri­­gen Mit­glied­schaft über­zeu­gen. Doch nicht nur die­ses zeit­ge­schicht­li­che Doku­ment beein­druck­te die klei­ne Dele­ga­ti­on, son­dern auch die Erzäh­lun­gen von May­en wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges. Frau Ritt­mey­er berich­te­te ihren Gäs­ten als Augen­zeu­gin von ihren Erfah­run­gen, wie z.B. dem 1944 abge­leg­ten sog. „Kriegs­ab­itur“ und natür­lich beson­ders von den Zer­stö­run­gen durch die alli­ier­ten Bom­ben­an­grif­fe, die die Stadt in Schutt und Asche leg­ten und die sie alle­samt erleb­te, bis hin zum ver­hee­ren­den Angriff vom 02. Janu­ar 1945. Stau­nend erfuh­ren die bei­den jun­gen Stadt­rä­te im wei­te­ren Gespräch, dass Eri­ka Ritt­mey­er sage und schrei­be bereits 1952 (!) in den Maye­ner Stadt­rat ein­zog – in die­ser Zeit als der­art jun­ge Frau über­aus bemer­kens­wert. Schon bei­na­he wie ein Aus­zug aus dem Geschichts­buch mutet es dann an, wenn sie von dem letz­ten Kom­mu­nis­ten im Maye­ner Stadt­rat spricht (die KPD wur­de in der Bun­des­re­pu­blik ja erst 1956 ver­bo­ten). Aller­dings betont sie, dass auch er durch­aus umgäng­lich gewe­sen sei, dass das Mit­ein­an­der gene­rell im Rat eine gro­ße Rol­le gespielt habe und man nicht sel­ten nach der Rats­sit­zung noch gemein­sam in eine Gast­stät­te gegan­gen sei. Eri­ka Ritt­mey­er a