17. August 2026

CDU-Gemeindeverband Vallendar informiert sich über Fortschritte bei der hochwasserfreien Anbindung von Niederwerth

Mit­glie­der des CDU-Gemein­­de­­ver­­­ban­­des Val­len­dar haben sich bei einem Infor­ma­ti­ons­ge­spräch mit Ver­tre­tern des Lan­des­be­triebs Mobi­li­tät (LBM) Cochem-Koblenz über den aktu­el­len Stand der Bau­maß­nah­me zur hoch­was­ser­frei­en Anbin­dung der Insel Nie­der­werth an die B 42 in Val­len­dar aus­ge­tauscht. Der Lei­ter des für die Maß­nah­me feder­füh­rend zustän­di­gen LBM Cochem-Koblenz, Bernd Cor­ne­ly, und sei­ne Pro­jekt­mit­ar­bei­ter Julia Schmitt, Mar­co Mather und Jan Hei­nig lie­fer­ten dabei Infor­ma­tio­nen aus ers­ter Hand, erläu­ter­ten den Bau­fort­schritt und beant­wor­te­ten die Fra­gen der Teil­neh­men­den. An dem Tref­fen nah­men Vor­stands­mit­glie­der des CDU-Gemein­­de­­ver­­­ban­­des sowie CDU-Rats­­mi­t­­glie­­der aus den ver­schie­de­nen poli­ti­schen Ebe­nen der Ver­bands­ge­mein­de Val­len­dar teil.

Die Arbei­ten an der neu­en Kreis­stra­ße 82 haben im Juni 2024 begon­nen. Kern­stück der Maß­nah­me ist ein Brü­cken­bau­werk über die Bahn­glei­se ein­schließ­lich der davor und dahin­ter lie­gen­den Stütz­wän­de. Der Abschluss der gesam­ten Bau­maß­nah­me ist nach aktu­el­ler Pla­nung für Mit­te 2027 vor­ge­se­hen. Der zwei­te Bau­ab­schnitt umfasst den eigent­li­chen Straßenbau.

Die hoch­was­ser­freie Anbin­dung zwi­schen Val­len­dar und Nie­der­werth ist eines der wich­tigs­ten Infra­struk­tur­pro­jek­te für unse­re Regi­on. Sie schafft dau­er­haft mehr Sicher­heit und eine ver­läss­li­che Ver­bin­dung für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Insel Nie­der­werth“, erklär­te Pas­cal Bad­ziong, Vor­sit­zen­der des CDU-Gemein­­de­­ver­­­ban­­des Val­len­dar, und Ers­ter Kreis­bei­geord­ne­ter des Lan­des­krei­ses Mayen-Koblenz.

Tech­nisch anspruchs­vol­ler Brückenbau

Wie die Ver­tre­ter des LBM Cochem-Koblenz erläu­ter­ten, war ins­be­son­de­re der Bau der Brü­cke über die Bahn­glei­se tech­nisch anspruchs­voll. Die Arbei­ten muss­ten unter lau­fen­dem Bahn­ver­kehr erfol­gen und erfor­der­ten des­halb umfang­rei­che Siche­rungs­maß­nah­men. Zudem wur­de der Brü­cken­über­bau zunächst auf einer tra­gen­den Kon­struk­ti­on rund 1,40 Meter über der spä­te­ren end­gül­ti­gen Höhe errich­tet. Anschlie­ßend wur­de die Kon­struk­ti­on auf ihre end­gül­ti­ge Höhe abge­senkt. Eine zusätz­li­che Her­aus­for­de­rung stell­te die beson­de­re Geo­me­trie der Brü­cke mit zwei wech­seln­den Kur­ven­pa­ra­me­tern dar.

Der Bau die­ser Brü­cke stell­te hohe Anfor­de­run­gen an Pla­nung und Aus­füh­rung. Ins­be­son­de­re die Arbei­ten unmit­tel­bar über den Glei­sen wäh­rend des Bahn­be­triebs erfor­der­ten ein Höchst­maß an Prä­zi­si­on und Sicher­heit. Ein beson­de­rer Dank und ein Rie­sen­kom­pli­ment an alle Betei­lig­ten für die pro­fes­sio­nel­le Vor­be­rei­tung und Umset­zung“, so Bernd Cornely.

Mit der neu­en Ver­bin­dung ent­steht ein wei­te­rer Abschnitt der K 82, der die Insel Nie­der­werth dau­er­haft hoch­was­ser­frei an die B 42 anschließt. Bis­lang sind die Unter­füh­run­gen unter der Bahn­stre­cke bei Hoch­was­ser nicht pas­sier­bar. In sol­chen Situa­tio­nen sowie für grö­ße­re Fahr­zeu­ge muss der­zeit ein alter Bahn­über­gang mit manu­ell bedien­ten Schran­ken genutzt wer­den. Nach Fer­tig­stel­lung der neu­en Anbin­dung wer­den sowohl die Unter­füh­run­gen als auch der Bahn­über­gang für die Insel­be­woh­ner ent­behr­lich; der Bahn­über­gang soll anschlie­ßend zurück­ge­baut werden.

Die­ses Pro­jekt ist ein wich­ti­ger Bei­trag zur Mobi­li­tät, zur Sicher­heit und zur Lebens­qua­li­tät der Men­schen auf Nie­der­werth. Es geht nicht allein um eine neue Stra­ße und eine neue Brü­cke, son­dern um eine zukunfts­fä­hi­ge und wider­stands­fä­hi­ge Infra­struk­tur für die gesam­te Regi­on“, beton­te der Vor­sit­zen­de des CDU-Gemein­­de­­ver­­­ban­­des, Pas­cal Badziong.

Inves­ti­ti­on in die Zukunft der Region

Die Maß­nah­me wird durch den Lan­des­be­trieb Mobi­li­tät Cochem-Koblenz im Auf­trag des Land­krei­ses May­en-Koblenz und in enger Abstim­mung mit der Deut­schen Bahn umge­setzt. Die Gesamt­kos­ten belau­fen sich auf rund 11,25 Mil­lio­nen Euro. Die Kos­ten wer­den zunächst durch die Kreis­ver­wal­tung May­en-Koblenz vor­fi­nan­ziert und anschlie­ßend voll­stän­dig durch den Bund, das Land Rhein­­land-Pfalz und die Deut­sche Bahn AG erstattet.

Par­al­lel zur Bau­maß­nah­me lau­fen wei­te­re Pla­nun­gen. Die Ver­bands­ge­mein­de Val­len­dar berei­tet den Bau eines neu­en Park­hau­ses zwi­schen dem Rhein und der neu­en K 82 vor, mit dem weg­fal­len­de Park­plät­ze ersetzt wer­den sol­len. Die Umset­zung kann erst nach Fer­tig­stel­lung der neu­en Kreis­stra­ße erfol­gen. Dar­über hin­aus fin­den aktu­ell umfang­rei­che Sanie­rungs­ar­bei­ten durch die Deut­sche Bahn im Bereich des Bahn­ho­fes in Val­len­dar statt.

Wir dan­ken Bernd Cor­ne­ly und sei­nem Pro­jekt­team für die umfas­sen­de Vor­stel­lung und den Aus­tausch. Der direk­te Dia­log mit den Fach­leu­ten des LBM Cochem-Koblenz ist für unse­re kom­mu­nal­po­li­ti­sche Arbeit aus­ge­spro­chen wert­voll. Die CDU wird die wei­te­re Ent­wick­lung die­ses bedeu­ten­den Pro­jekts wei­ter auf­merk­sam und kon­struk­tiv beglei­ten“, erklär­te Pas­cal Bad­ziong abschließend.