CDU-Gemeindeverband Vallendar informiert sich über Fortschritte bei der hochwasserfreien Anbindung von Niederwerth
Mitglieder des CDU-Gemeindeverbandes Vallendar haben sich bei einem Informationsgespräch mit Vertretern des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz über den aktuellen Stand der Baumaßnahme zur hochwasserfreien Anbindung der Insel Niederwerth an die B 42 in Vallendar ausgetauscht. Der Leiter des für die Maßnahme federführend zuständigen LBM Cochem-Koblenz, Bernd Cornely, und seine Projektmitarbeiter Julia Schmitt, Marco Mather und Jan Heinig lieferten dabei Informationen aus erster Hand, erläuterten den Baufortschritt und beantworteten die Fragen der Teilnehmenden. An dem Treffen nahmen Vorstandsmitglieder des CDU-Gemeindeverbandes sowie CDU-Ratsmitglieder aus den verschiedenen politischen Ebenen der Verbandsgemeinde Vallendar teil.
Die Arbeiten an der neuen Kreisstraße 82 haben im Juni 2024 begonnen. Kernstück der Maßnahme ist ein Brückenbauwerk über die Bahngleise einschließlich der davor und dahinter liegenden Stützwände. Der Abschluss der gesamten Baumaßnahme ist nach aktueller Planung für Mitte 2027 vorgesehen. Der zweite Bauabschnitt umfasst den eigentlichen Straßenbau.
„Die hochwasserfreie Anbindung zwischen Vallendar und Niederwerth ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für unsere Region. Sie schafft dauerhaft mehr Sicherheit und eine verlässliche Verbindung für die Bürgerinnen und Bürger der Insel Niederwerth“, erklärte Pascal Badziong, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Vallendar, und Erster Kreisbeigeordneter des Landeskreises Mayen-Koblenz.
Technisch anspruchsvoller Brückenbau
Wie die Vertreter des LBM Cochem-Koblenz erläuterten, war insbesondere der Bau der Brücke über die Bahngleise technisch anspruchsvoll. Die Arbeiten mussten unter laufendem Bahnverkehr erfolgen und erforderten deshalb umfangreiche Sicherungsmaßnahmen. Zudem wurde der Brückenüberbau zunächst auf einer tragenden Konstruktion rund 1,40 Meter über der späteren endgültigen Höhe errichtet. Anschließend wurde die Konstruktion auf ihre endgültige Höhe abgesenkt. Eine zusätzliche Herausforderung stellte die besondere Geometrie der Brücke mit zwei wechselnden Kurvenparametern dar.
„Der Bau dieser Brücke stellte hohe Anforderungen an Planung und Ausführung. Insbesondere die Arbeiten unmittelbar über den Gleisen während des Bahnbetriebs erforderten ein Höchstmaß an Präzision und Sicherheit. Ein besonderer Dank und ein Riesenkompliment an alle Beteiligten für die professionelle Vorbereitung und Umsetzung“, so Bernd Cornely.
Mit der neuen Verbindung entsteht ein weiterer Abschnitt der K 82, der die Insel Niederwerth dauerhaft hochwasserfrei an die B 42 anschließt. Bislang sind die Unterführungen unter der Bahnstrecke bei Hochwasser nicht passierbar. In solchen Situationen sowie für größere Fahrzeuge muss derzeit ein alter Bahnübergang mit manuell bedienten Schranken genutzt werden. Nach Fertigstellung der neuen Anbindung werden sowohl die Unterführungen als auch der Bahnübergang für die Inselbewohner entbehrlich; der Bahnübergang soll anschließend zurückgebaut werden.
„Dieses Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Mobilität, zur Sicherheit und zur Lebensqualität der Menschen auf Niederwerth. Es geht nicht allein um eine neue Straße und eine neue Brücke, sondern um eine zukunftsfähige und widerstandsfähige Infrastruktur für die gesamte Region“, betonte der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes, Pascal Badziong.
Investition in die Zukunft der Region
Die Maßnahme wird durch den Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz im Auftrag des Landkreises Mayen-Koblenz und in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn umgesetzt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 11,25 Millionen Euro. Die Kosten werden zunächst durch die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz vorfinanziert und anschließend vollständig durch den Bund, das Land Rheinland-Pfalz und die Deutsche Bahn AG erstattet.
Parallel zur Baumaßnahme laufen weitere Planungen. Die Verbandsgemeinde Vallendar bereitet den Bau eines neuen Parkhauses zwischen dem Rhein und der neuen K 82 vor, mit dem wegfallende Parkplätze ersetzt werden sollen. Die Umsetzung kann erst nach Fertigstellung der neuen Kreisstraße erfolgen. Darüber hinaus finden aktuell umfangreiche Sanierungsarbeiten durch die Deutsche Bahn im Bereich des Bahnhofes in Vallendar statt.
„Wir danken Bernd Cornely und seinem Projektteam für die umfassende Vorstellung und den Austausch. Der direkte Dialog mit den Fachleuten des LBM Cochem-Koblenz ist für unsere kommunalpolitische Arbeit ausgesprochen wertvoll. Die CDU wird die weitere Entwicklung dieses bedeutenden Projekts weiter aufmerksam und konstruktiv begleiten“, erklärte Pascal Badziong abschließend.
