Innovative Pflegetechnik aus Andernach im Praxiseinsatz
Gemeinsam mit der Caritasdirektorin des Caritasverbandes Koblenz, Victoria Müller-Ensel, und Prof. Dr. Elisabeth Jünemann hat die CDU-Landtagsabgeordnete Anette Moesta das Haus St. Martin in Ingelheim besucht. Anlass war die Vorstellung eines digitalen Assistenzsystems des Andernacher Unternehmens uCore Systems, das dort aktuell erprobt wird.
uCore Systems aus Andernach hat in der Fördereinrichtung der Caritas für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Schwerst-Mehrfachbehinderung eine innovative Infrastruktur digitaler Assistenzsysteme installiert. Ziel ist es, kritische Situationen frühzeitig zu erkennen, die Sicherheit der Bewohner zu erhöhen und gleichzeitig das Pflegepersonal spürbar zu entlasten.
„Es ist beeindruckend zu sehen, wie ein Unternehmen aus Andernach mit innovativer Technologie ganz konkrete Verbesserungen im Pflegealltag ermöglicht“, erklärte Anette Moesta. „uCore Systems zeigt, welches Potenzial in intelligenten Assistenzsystemen steckt – für Einrichtungen ebenso wie für das selbstbestimmte Wohnen zu Hause.“
Derzeit sind im Haus St. Martin mehrere Bewohnerzimmer als Testbereiche sowie Flure im Erdgeschoss und auf der ersten Etage mit dem System ausgestattet. Die technische Infrastruktur, einschließlich Kabeln und Steckdosen, wurde bereits auf allen Etagen vorbereitet. Am Besuchstag fand zudem eine Schulung des Pflegepersonals statt. Nach einer rund sechswöchigen Feedback- und Optimierungsphase soll der Regelbetrieb starten.
Im Austausch mit Dr. Michael Fipper und Axel Albrecht von uCore Systems wurde deutlich, dass Mobilitätseinschränkungen im Alter und bei Behinderungen eine der zentralen Herausforderungen für sichere und selbstbestimmte Lebensräume darstellen. Aktuell fehlen in Deutschland rund 2,2 Millionen barrierefreie Wohnungen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird der Bedarf an intelligenten Wohn- und Assistenzsystemen daher weiter steigen – nicht nur im stationären Bereich, sondern auch im ambulanten und privaten Wohnen.
Anette Moesta betonte zugleich die politische Dimension: „Damit solche Lösungen breiter zum Einsatz kommen können, braucht es eine stärkere finanzielle Beteiligung des Landes. Digitalisierung kann Pflegekräfte entlasten, Sicherheit erhöhen und Lebensqualität verbessern – diese Chancen müssen wir konsequent nutzen.“ Gleichzeitig sei es wichtig, Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre ernst zu nehmen und transparent zu gestalten.
Ihr Dank galt dem Caritasverband Mainz mit Caritasdirektor Viktor Piel, Einrichtungsleiter Herr Krudewig und Projektleiter Herr Rohschürmann für die Offenheit und die praxisnahen Einblicke. „Der Besuch hat gezeigt, wie gut Innovation aus der Region und soziale Verantwortung zusammenwirken können. Solche Projekte verdienen Aufmerksamkeit und Unterstützung“, so Anette Moesta abschließend.
