2. Febru­ar 2026

Innovative Pflegetechnik aus Andernach im Praxiseinsatz

Gemein­sam mit der Cari­tas­di­rek­to­rin des Cari­tas­ver­ban­des Koblenz, Vic­to­ria Mül­­ler-Ensel, und Prof. Dr. Eli­sa­beth Jüne­mann hat die CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Anet­te Moes­ta das Haus St. Mar­tin in Ingel­heim besucht. Anlass war die Vor­stel­lung eines digi­ta­len Assis­tenz­sys­tems des Ander­na­cher Unter­neh­mens uCo­re Sys­tems, das dort aktu­ell erprobt wird.

uCo­re Sys­tems aus Ander­nach hat in der För­der­ein­rich­tung der Cari­tas für Kin­der, Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne mit Schwerst-Mehr­­fach­­be­hin­­de­rung eine inno­va­ti­ve Infra­struk­tur digi­ta­ler Assis­tenz­sys­te­me instal­liert. Ziel ist es, kri­ti­sche Situa­tio­nen früh­zei­tig zu erken­nen, die Sicher­heit der Bewoh­ner zu erhö­hen und gleich­zei­tig das Pfle­ge­per­so­nal spür­bar zu entlasten.

Es ist beein­dru­ckend zu sehen, wie ein Unter­neh­men aus Ander­nach mit inno­va­ti­ver Tech­no­lo­gie ganz kon­kre­te Ver­bes­se­run­gen im Pfle­ge­all­tag ermög­licht“, erklär­te Anet­te Moes­ta. „uCo­re Sys­tems zeigt, wel­ches Poten­zi­al in intel­li­gen­ten Assis­tenz­sys­te­men steckt – für Ein­rich­tun­gen eben­so wie für das selbst­be­stimm­te Woh­nen zu Hause.“

Der­zeit sind im Haus St. Mar­tin meh­re­re Bewoh­ner­zim­mer als Test­be­rei­che sowie Flu­re im Erd­ge­schoss und auf der ers­ten Eta­ge mit dem Sys­tem aus­ge­stat­tet. Die tech­ni­sche Infra­struk­tur, ein­schließ­lich Kabeln und Steck­do­sen, wur­de bereits auf allen Eta­gen vor­be­rei­tet. Am Besuchs­tag fand zudem eine Schu­lung des Pfle­ge­per­so­nals statt. Nach einer rund sechs­wö­chi­gen Fee­d­­back- und Opti­mie­rungs­pha­se soll der Regel­be­trieb starten.

Im Aus­tausch mit Dr. Micha­el Fip­per und Axel Albrecht von uCo­re Sys­tems wur­de deut­lich, dass Mobi­li­täts­ein­schrän­kun­gen im Alter und bei Behin­de­run­gen eine der zen­tra­len Her­aus­for­de­run­gen für siche­re und selbst­be­stimm­te Lebens­räu­me dar­stel­len. Aktu­ell feh­len in Deutsch­land rund 2,2 Mil­lio­nen bar­rie­re­freie Woh­nun­gen. Vor dem Hin­ter­grund des demo­gra­fi­schen Wan­dels wird der Bedarf an intel­li­gen­ten Wohn- und Assis­tenz­sys­te­men daher wei­ter stei­gen – nicht nur im sta­tio­nä­ren Bereich, son­dern auch im ambu­lan­ten und pri­va­ten Wohnen.

Anet­te Moes­ta beton­te zugleich die poli­ti­sche Dimen­si­on: „Damit sol­che Lösun­gen brei­ter zum Ein­satz kom­men kön­nen, braucht es eine stär­ke­re finan­zi­el­le Betei­li­gung des Lan­des. Digi­ta­li­sie­rung kann Pfle­ge­kräf­te ent­las­ten, Sicher­heit erhö­hen und Lebens­qua­li­tät ver­bes­sern – die­se Chan­cen müs­sen wir kon­se­quent nut­zen.“ Gleich­zei­tig sei es wich­tig, Daten­schutz und den Schutz der Pri­vat­sphä­re ernst zu neh­men und trans­pa­rent zu gestalten.

Ihr Dank galt dem Cari­tas­ver­band Mainz mit Cari­tas­di­rek­tor Vik­tor Piel, Ein­rich­tungs­lei­ter Herr Kru­de­wig und Pro­jekt­lei­ter Herr Roh­schür­mann für die Offen­heit und die pra­xis­na­hen Ein­bli­cke. „Der Besuch hat gezeigt, wie gut Inno­va­ti­on aus der Regi­on und sozia­le Ver­ant­wor­tung zusam­men­wir­ken kön­nen. Sol­che Pro­jek­te ver­die­nen Auf­merk­sam­keit und Unter­stüt­zung“, so Anet­te Moes­ta abschließend.