14. Novem­ber 2025

Anette Moesta MdL: CDU will mit digitalem Pflegeplatzfinder Angehörige entlasten

Wer heute in Rhein­­land-Pfalz kurzfristig einen Pflege­platz für Ange­hörige sucht, stößt schnell an Gren­zen: Viele Ein­rich­tun­gen sind belegt, Infor­ma­tio­nen über freie Plätze fehlen – und die Suche wird zur Belas­tung­sprobe. Das will die CDU-Land­­tags­frak­­tion nun ändern. Mit einem Geset­zen­twurf zur Ein­führung eines „Pflege­platzfind­ers Rhein­­land-Pfalz“ soll kün­ftig ein zen­trales, dig­i­tales Infor­ma­tion­ssys­tem geschaf­fen wer­den, das freie Pflege­plätze lan­desweit und in Echtzeit sicht­bar macht.

Die CDU-Land­­tagsab­ge­ord­nete Anette Moes­ta, die den Antrag ini­ti­iert und im Plenum vorstellen wird, erk­lärt: „Pflege darf kein Such­spiel sein. Ange­hörige brauchen in ein­er ohne­hin schwieri­gen Sit­u­a­tion schnelle, ver­lässliche und aktuelle Infor­ma­tio­nen. Unser Pflege­platzfind­er soll genau das ermöglichen – trans­par­ent, dig­i­tal und bürg­er­fre­undlich.“

Der dig­i­tale Pflege­platzfind­er soll über eine zen­trale Inter­net­plat­tform – und per­spek­tivisch auch per App – ver­füg­bare Plätze in sta­tionären Ein­rich­tun­gen anzeigen. Pflegeein­rich­tun­gen wer­den verpflichtet, ihre freien Kapaz­itäten tage­sak­tuell zu melden. So kön­nen Ange­hörige, Beratungsstellen oder Kranken­häuser in Echtzeit auf freie Pflege­plätze zugreifen.

„Ich erlebe in Gesprächen mit Pflegekräften, Ange­höri­gen und Ein­rich­tun­gen immer wieder, wie groß die Verzwei­flung bei der Platz­suche ist – auch bei uns im Land­kreis Mayen-Koblenz“, so die CDU-Poli­tik­erin. „Viele rufen Ein­rich­tung für Ein­rich­tung an oder sprechen per­sön­lich vor, ohne Erfolg. Das kostet Zeit und Ner­ven . Unser Gesetz schafft endlich Trans­parenz und spart Ressourcen – sowohl für Fam­i­lien als auch für die Pflege selb­st. Denn täglich gehen eine Vielzahl von Anfra­gen in den Pflege­heimen ein.

Der Pflege­platzfind­er soll außer­dem die Pla­­nungs- und Steuerungsmöglichkeit­en des Lan­des und der Kom­munen verbessern. Durch die Meldepflicht entste­ht erst­mals eine aktuelle Daten­ba­sis über die Aus­las­tung und Ver­sorgungslage im Pflege­bere­ich.

Anette Moes­ta betont: „Pflegebedürftige und ihre Fam­i­lien brauchen Sicher­heit und Plan­barkeit. Mit dem Pflege­platzfind­er schaf­fen wir bei­des – ein mod­ernes, dig­i­tales Werkzeug, das Trans­parenz schafft, Bürokratie reduziert und Men­schen im All­t­ag konkret hil­ft.“

Das Pflege­platzfind­erge­setz wird in dieser Woche im Land­tag berat­en.