23. Sep­tem­ber 2025

Anette Moesta sieht dringenden Handlungsbedarf: Neubau des Landesuntersuchungsamts in Koblenz droht zum Millionengrab zu werden

Der Neu­bau des Lan­des­un­ter­su­chungs­amts (LUA) im Koblen­zer Gewer­­be- und Tech­no­lo­gie­park B 9 ent­wi­ckelt sich aus Sicht der CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten Anet­te Moes­ta zu einem „Mil­lio­nen­grab“. Die Arbei­ten sto­cken seit Jah­ren, die Kos­ten explodieren.

Die Sach­la­ge ist erschre­ckend“, erklärt Anet­te Moes­ta. „Das LUA ist mit rund 260 Beschäf­tig­ten eine der wich­tigs­ten Behör­den im nörd­li­chen Rhein­­land-Pfalz. Ursprüng­lich soll­te der Neu­bau schon 2022 fer­tig sein – jetzt lie­gen die Kos­ten bei 117,5 Mil­lio­nen Euro statt der ursprüng­lich ver­an­schlag­ten 70 Mil­lio­nen. Das ist eine Stei­ge­rung um 65 Pro­zent, und ein Ende ist nicht absehbar.“

Die CDU-Poli­­ti­ke­rin kri­ti­siert, dass die Beschäf­tig­ten wei­ter­hin auf vier ver­al­te­te Stand­or­te im Stadt­ge­biet ver­teilt arbei­ten müs­sen: „Das ist alles ande­re als modern und zeit­ge­mäß. Ein Neu­bau soll­te eigent­lich für bes­se­re Arbeits­be­din­gun­gen sor­gen, doch durch die Ver­zö­ge­run­gen wird die Situa­ti­on nur verschärft.“

Auf Initia­ti­ve der CDU-Lan­d­­tags­­frak­­ti­on hat­te sich zuletzt auch der Haus­halts- und Finanz­aus­schuss des Land­tags mit dem Pro­jekt beschäf­tigt. Vie­le Fra­gen blie­ben jedoch offen. Anet­te Moes­ta for­dert daher mehr Trans­pa­renz und ein ent­schlos­se­nes Han­deln der Lan­des­re­gie­rung: „Dass der Neu­bau des LUA sol­che Pro­ble­me berei­tet, müss­te bei den zustän­di­gen Minis­te­rin­nen längst alle Alarm­glo­cken schril­len las­sen. Statt­des­sen habe ich den Ein­druck, dass die Lan­des­re­gie­rung ver­sucht, das Pro­blem auszusitzen.“

Auch für den Land­kreis May­en-Koblenz sei das The­ma von beson­de­rer Bedeu­tung, betont die CDU-Poli­­ti­ke­rin: „Ein funk­tio­nie­ren­des und moder­nes Lan­des­un­ter­su­chungs­amt in Koblenz ist nicht nur für die Stadt, son­dern für die gesam­te Regi­on unver­zicht­bar – von der Lebens­mit­tel­über­wa­chung über den Ver­brau­cher­schutz bis hin zu tier­ärzt­li­chen Unter­su­chun­gen. Wir brau­chen hier end­lich Fort­schrit­te statt Stillstand.“