23. Sep­tem­ber 2025

Anette Moesta: „Genau hinschauen, sensibel sein und im Zweifel Hilfe holen“

Die Zah­len sind erschre­ckend – und sie zei­gen deut­lich: Fäl­le von sexu­el­lem Miss­brauch betref­fen nicht nur Groß­städ­te, son­dern auch unse­re Regi­on. Das ergibt eine Klei­ne Anfra­ge der CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten Anet­te Moes­ta, deren Ant­wort die Lan­des­re­gie­rung nun vor­ge­legt hat.

Dem­nach regis­trier­te die Poli­zei im Land­kreis May­en-Koblenz allein im ver­gan­ge­nen Jahr 57 Fäl­le von Straf­ta­ten gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung von Kin­dern und Jugend­li­chen. In Koblenz waren es 37 Fäl­le. Lan­des­weit lag die Zahl 2024 bei über 1.200 regis­trier­ten Fäl­len. „Die­se Zah­len machen deut­lich: Auch bei uns ist das ein The­ma. Es wäre naiv zu glau­ben, sexu­el­ler Miss­brauch pas­sie­re nur in Groß­städ­ten“, so Anet­te Moesta.

Die Abge­ord­ne­te hat­te die Anfra­ge auf Anre­gung eines Ver­ban­des gestellt. Ihr Anlie­gen ist es, auf die Pro­ble­ma­tik auf­merk­sam zu machen und für mehr Sen­si­bi­li­tät zu wer­ben: „Ich höre es auch aus Schu­len und Ver­ei­nen in unse­ren Dör­fern. Wir alle müs­sen genau hin­schau­en und auch mutig sein, wenn wir einen Ver­dacht haben – und uns nicht scheu­en, Behör­den oder Hilfs­diens­te wie den Kin­der­schutz­bund anzusprechen.“

Beson­ders für länd­li­che Regio­nen sieht die CDU-Poli­­ti­ke­rin Hand­lungs­be­darf: „Hier herrscht oft das Gefühl, dass so etwas nur anders­wo pas­siert. Doch die Zah­len spre­chen eine ande­re Spra­che. Wir brau­chen mehr Auf­klä­rung, Prä­ven­ti­on und einen offe­nen Umgang mit die­sem schwie­ri­gen Thema.“

Anet­te Moes­ta betont: „Der Schutz von Kin­dern und Jugend­li­chen ist eine gesamt­ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­be. Poli­tik, Schu­len, Ver­ei­ne, Fami­li­en und Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen müs­sen hier eng zusam­men­ar­bei­ten, damit Kin­der sicher auf­wach­sen können.“