25. August 2025

Anette Moesta besucht Holzmanufaktur Rawert in Bell: Handwerk, Ausbildung und Bestattungsgesetz im Fokus

Die CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Anet­te Moes­ta hat die Holz­ma­nu­fak­tur Rawert in Bell besucht und sich mit dem Grün­der Mar­win Rawert über die Ent­wick­lung des jun­gen Unter­neh­mens, die Situa­ti­on im Hand­werk und aktu­el­le poli­ti­sche Fra­gen ausgetauscht.

Der gebür­ti­ge Men­di­ger hat mit viel Enga­ge­ment eine alte Scheu­ne und Hal­le neben der frü­he­ren Bür­ger­meis­te­rei in Bell umge­nutzt und dort sei­ne Manu­fak­tur ein­ge­rich­tet. Heu­te ent­ste­hen hier indi­vi­du­el­le Möbel­stü­cke aus Mas­siv­holz, maß­ge­fer­tig­te Ein­­bau- und Objekt­ein­rich­tun­gen sowie Restau­ra­ti­ons­ar­bei­ten. „Jedes Stück ist ein Uni­kat – das macht die Arbeit von Mar­win Rawert und sei­nem Team so beson­ders“, so Anet­te Moesta.

Inzwi­schen beschäf­tigt die Holz­ma­nu­fak­tur neun Per­so­nen: vier Gesel­len, zwei Aus­zu­bil­den­de, zwei Aus­hilfs­kräf­te sowie Büro­kräf­te. Sor­gen berei­tet aller­dings der Nach­wuchs im Hand­werk. „In der Schrei­n­er­klas­se in May­en gibt es aktu­ell nur noch zwölf Aus­zu­bil­den­de. Das ist alar­mie­rend. Wir brau­chen drin­gend mehr jun­ge Men­schen, die sich für die­sen viel­sei­ti­gen Beruf ent­schei­den. Das Hand­werk ist das Rück­grat unse­rer regio­na­len Wirt­schaft“, beton­te die CDU-Abgeordnete.

Ein wei­te­res The­ma des Gesprächs war das geplan­te neue Bestat­tungs­ge­setz in Rhein­­land-Pfalz. His­to­risch eng mit dem Schrei­n­er­be­ruf ver­bun­den, bie­tet Mar­win Rawert heu­te auch Bestat­tungs­leis­tun­gen an. Gemein­sam dis­ku­tier­te man über die kri­ti­schen Punk­te des Gesetz­ent­wurfs – dar­un­ter die recht­li­che Tei­lung von Asche, die Mit­nah­me von Urnen nach Hau­se, beson­de­re Anfor­de­run­gen an Tuch­be­stat­tun­gen oder die unter­schied­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen für Fluss- und See­be­stat­tun­gen. „Wir müs­sen bei allen gesetz­li­chen Rege­lun­gen die Wür­de der Ver­stor­be­nen, die Sicher­heit der Bestat­tung und die prak­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen im Blick behal­ten“, so Anet­te Moesta.

Abschlie­ßend lob­te die Abge­ord­ne­te den Ein­satz und die Krea­ti­vi­tät des jun­gen Unter­neh­mens: „Die Holz­ma­nu­fak­tur Rawert ist ein gutes Bei­spiel dafür, wie mit hand­werk­li­cher Lei­den­schaft, unter­neh­me­ri­schem Mut und regio­na­ler Ver­bun­den­heit Neu­es ent­ste­hen kann. Sol­che Betrie­be sind für unse­ren Land­kreis May­en-Koblenz ein ech­ter Gewinn.“