15. August 2025

CDU-Landtagsabgeordnete fordern mehr Unterstützung für kommunale Holzvermarktung – Gespräch in Höhr-Grenzhausen zeigt Handlungsbedarf

Die CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten Jen­ny Groß, Mat­thi­as Lam­mert, Pierre Fischer und Peter Mos­kopp sehen drin­gen­den Hand­lungs­be­darf bei der Unter­stüt­zung der kom­mu­na­len Holz­ver­mark­tungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (KVOen) in Rhein­­land-Pfalz. Hin­ter­grund ist die Ant­wort der Lan­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge zur „Aktu­el­len Situa­ti­on der Holz­ver­mark­tung in Rheinland-Pfalz“.

Die kom­mu­na­len Holz­ver­mark­tungs­or­ga­ni­sa­tio­nen leis­ten unter schwie­ri­gen Rah­men­be­din­gun­gen eine wich­ti­ge Arbeit für unse­re Gemein­den. Gera­de die Start­pha­se ab 2019 war geprägt von mas­si­ven Kala­mi­täts­schä­den und Markt­schwan­kun­gen – trotz­dem haben sich die Orga­ni­sa­tio­nen schnell arbeits­fä­hig auf­ge­stellt“, beto­nen die Abgeordneten.

Sor­ge berei­te jedoch die wei­ter­hin vola­ti­le Markt­la­ge: Kli­ma­wan­del und Schäd­lings­be­fall hät­ten zu einem dras­ti­schen Rück­gang der Nadel­holz­men­gen geführt, die bis­lang die finan­zi­el­le Basis vie­ler Forst­be­trie­be bil­de­ten. Gleich­zei­tig stei­ge der Ver­mark­tungs­auf­wand für Laub- und Misch­holz­sor­ti­men­te, bei gerin­ge­ren und stär­ker diver­si­fi­zier­ten Men­gen. „Das macht die Plan­bar­keit für die kom­mu­na­len Orga­ni­sa­tio­nen nahe­zu unmög­lich“, so die CDU-Politiker.

Zwar wur­de die bestehen­de För­der­richt­li­nie bis Ende 2030 kürz­lich ver­län­gert, doch die För­der­sum­me bleibt unver­än­dert auf maxi­mal 500.000 Euro pro KVO und Jahr gede­ckelt – ohne Anpas­sung an die Infla­ti­on. „Gera­de in Zei­ten stei­gen­der Kos­ten ist das ein Pro­blem. Hier erwar­ten wir von der Lan­des­re­gie­rung, dass sie sich für eine rea­lis­ti­sche und zukunfts­fä­hi­ge Finan­zie­rung ein­setzt“, for­dern die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Jen­ny Groß, Peter Mos­kopp, Mat­thi­as Lam­mert und Pierre Fischer. Für sie sei klar, dass die Ver­län­ge­rung der För­der­richt­li­nie, die auch noch nicht ver­öf­fent­licht wur­de, für den Moment hel­fe, aber kei­ne trag­fä­hi­ge Lösung auf Dau­er dar­stel­le. Hier sei das Land gefor­dert für Klar­heit und Plan­bar­keit der Holz­ver­mark­tung zu sorgen. 

Vor Kur­zem führ­ten die Abge­ord­ne­ten zudem ein Gespräch mit der Kom­mu­na­len Holz­ver­mark­tung Wes­­ter­­wald-Rhein-Tau­­nus in Höhr-Gren­z­hau­­sen mit Geschäfts­füh­rer Mar­tin Gräf und sei­nem Team. „Dabei wur­de deut­lich, wie sehr die Orga­ni­sa­tio­nen unter den aktu­el­len Markt­be­din­gun­gen und den feh­len­den finan­zi­el­len Spiel­räu­men lei­den. Die Lan­des­re­gie­rung darf die kom­mu­na­len Akteu­re jetzt nicht allein las­sen“, so das gemein­sa­me Fazit. 

Hin­ter­grund: Seit der Ände­rung des § 27 Lan­des­wald­ge­setz 2019 über­neh­men kom­mu­na­le Holz­ver­mark­tungs­or­ga­ni­sa­tio­nen eigen­ver­ant­wort­lich den Holz­ver­kauf. Fünf sol­cher Orga­ni­sa­tio­nen wur­den in Rhein­­land-Pfalz gegrün­det und beim Auf­bau zunächst lan­des­sei­tig geför­dert. Ob die­se irgend­wann wei­ter fusio­nie­ren, war eben­so Gegen­stand des Gespräches.