7. Juli 2025

Landesregierung bleibt eine echte Strategie schuldig — Anette Moesta (CDU): „Einsamkeit ist eine stille Krise“

Die CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Anet­te Moes­ta hat in der Ple­nar­sit­zung die Bedeu­tung des The­mas Ein­sam­keit her­vor­ge­ho­ben und eine ent­schlos­se­ne und stra­te­gisch fun­dier­te Ant­wort der Lan­des­re­gie­rung ein­ge­for­dert. „Ein­sam­keit ist längst kei­ne Rand­er­schei­nung mehr, son­dern eine gesell­schaft­li­che Rea­li­tät, die vie­le Men­schen betrifft – quer durch alle Alters­grup­pen“, so Anet­te Moesta.

In ihrer Rede mach­te Anet­te Moes­ta deut­lich, dass Ein­sam­keit weit­rei­chen­de Fol­gen für Gesund­heit, Demo­kra­tie und sozia­len Zusam­men­halt hat. Stu­di­en zei­gen: Ein­sa­me Men­schen sind unzu­frie­de­ner mit der Demo­kra­tie und anfäl­li­ger für popu­lis­ti­sche Bot­schaf­ten. Beson­ders betrof­fen sind jun­ge Erwach­se­ne, älte­re Men­schen, Allein­er­zie­hen­de, Arbeits­lo­se und Men­schen in Pflegeeinrichtungen.

Die CDU-Lan­d­­tags­­frak­­ti­on hat­te daher einen umfas­sen­den Antrag ein­ge­bracht, der unter ande­rem die Ent­wick­lung einer lan­des­wei­ten Stra­te­gie, den flä­chen­de­cken­den Aus­bau bestehen­der Pro­gram­me wie „Gemein­de­schwes­ter plus” oder „Neue Nach­bar­schaf­ten“ sowie eine stär­ke­re Unter­stüt­zung der Kom­mu­nen bei Begeg­nungs­an­ge­bo­ten und Senio­ren­woh­nun­gen in unse­ren Dör­fern for­dert. Auch Maß­nah­men im Arbeits­um­feld, zur Wohn­raum­ge­stal­tung und zur digi­ta­len Teil­ha­be waren Bestand­teil des Antrags. Letzt­lich ist eine regio­na­le Sozi­al­pla­nung not­wen­dig. Doch dafür fehlt den Kom­mu­nen das Geld.

Doch statt gemein­sam mit uns an einer nach­hal­ti­gen Stra­te­gie zu arbei­ten, haben die Regie­rungs­frak­tio­nen unse­ren Antrag abge­lehnt – wie immer sei natür­lich in Rhein­­land-Pfalz alles bes­tens, die Rea­li­tä­ten wer­den aus­ge­blen­det”, kri­ti­siert Anet­te Moesta.

Die von der Lan­des­re­gie­rung vor­ge­stell­te soge­nann­te Ein­sam­keits­stra­te­gie sei aus ihrer Sicht wenig mehr als eine Anein­an­der­rei­hung bestehen­der Maß­nah­men. „Was bleibt von den voll­mun­di­gen Ankün­di­gun­gen des Minis­ter­prä­si­den­ten, Ein­sam­keit sei eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen unse­res Sozi­al­staats? Sicher kei­ne Stra­te­gie im Sin­ne einer über­grei­fen­den, wir­kungs­vol­len poli­ti­schen Ant­wort“, so die CDU-Politikerin.

Beson­ders kri­tisch sieht sie die struk­tu­rel­le Unter­fi­nan­zie­rung der Kom­mu­nen, die vie­ler­orts dazu führt, dass Ange­bo­te zur sozia­len Teil­ha­be – wie Jugend­zen­tren, Senio­ren­treffs oder Dorf­fes­te – aus Spar­zwän­gen gestri­chen wer­den. „Wir brau­chen eine dau­er­haf­te Unter­stüt­zung für die kom­mu­na­le Sozialarbeit.Teilhabe ist kein Luxus, son­dern eine Grund­vor­aus­set­zung für ein gutes Leben in Gemein­schaft und dies vor Ort in unse­ren Dör­fern und Städ­ten“, erklärt Anet­te Moesta.

Abschlie­ßend betont die Christ­de­mo­kra­tin: „Ein­sam­keit darf nicht das Echo einer Gesell­schaft sein, die auf­ge­hört hat, auf­ein­an­der zu ach­ten. Wir brau­chen Treff­punk­te, Begeg­nung, Teil­ha­be – flä­chen­de­ckend und dau­er­haft. Die CDU-Lan­d­­tags­­frak­­ti­on bleibt bei ihrem Antrag, weil er kon­kre­te Maß­nah­men statt wohl­klin­gen­der Schlag­wor­te bietet.“