29. Novem­ber 2021

Herr Hoch, das reicht nicht!“ — Mechthild Heil MdB und Anette Moesta MdL (CDU): „Impfmöglichkeiten müssen sofort ausgebaut werden“

Am 30. Novem­ber 2021 star­tet das von Minis­ter Hoch orga­ni­sier­te Imp­fen im Land­kreis May­­en-Koblenz. Geimpft wer­den soll am Lan­des­kran­ken­haus in Ander­nach, aller­dings nur an zwei Tagen und nur per Dri­­ve-in: Impf­wil­li­ge kön­nen dem­nach mit maxi­mal vier Per­so­nen und nur im Auto vor­bei­kom­men, ande­re Fahr­zeu­ge sind ver­bo­ten. Auf der offi­zi­el­len Web­sei­te des Lan­des­kran­ken­hau­ses heißt es wei­ter: „Men­schen, die zu Fuß oder mit dem Fahr­rad kom­men, kön­nen nicht auf das Gelän­de gelas­sen wer­den und sind damit von der Imp­fung ausgeschlossen.“
„Dies ist zu wenig und unrea­lis­tisch“, so die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Anet­te Moes­ta (CDU). „Ich erwar­te, dass alle Men­schen einen Zugang zur Imp­fung bekom­men. Die Imp­fung muss gera­de auch für älte­re Men­schen bar­rie­re­frei mög­lich und prak­ti­ka­bel sein.“

Frag­lich ist auch, wie die von der SPD-Regie­­rung aus­ge­dach­te Impf­stra­te­gie im kal­ten Win­ter im Auto funk­tio­nie­ren soll. „An die lan­gen War­te­zei­ten mag ich gar nicht den­ken“, so Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Mecht­hild Heil (CDU). Der Plan des Minis­ters sieht vor, dass jeder Impf­ling anschlie­ßend noch 15 Minu­ten im Auto war­ten und sich bei Pro­ble­men per Hupe mel­den sol­le. „Das ist doch völ­li­ger Unsinn und an den tat­säch­li­chen Gege­ben­hei­ten und Anfor­de­run­gen an ein Impf­zen­trum vor­bei orga­ni­siert“, kri­ti­sie­ren Mecht­hild Heil MdB und Anet­te Moes­ta MdL den rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Gesund­heits­mi­nis­ter Cle­mens Hoch (SPD), der für die Impf­stra­te­gie und die Koor­di­na­ti­on der Impf­zen­tren im Land ver­ant­wort­lich ist.

Die CDU-Frak­­ti­on hat bereits in der letz­ten Land­tags­sit­zung gefor­dert, die Lan­des­impf­zen­tren unver­züg­lich wie­der zu öff­nen. Dies wur­de vom Gesund­heits­mi­nis­ter sei­ner­zeit abge­lehnt. Inzwi­schen öff­nen land­auf land­ab wie­der die Impf­zen­tren. „Der größ­ten Land­kreis von Rhein­­land-Pfalz mit über 200.000 Ein­woh­nern soll hin­ge­gen von Sei­ten des Lan­des nur mit einem völ­lig unge­eig­ne­ten Dri­­ve-in-Kon­­zept bedient wer­den“, kri­ti­sie­ren Heil und Moes­ta uni­so­no. Bei­de for­dern, in Ergän­zung zu den eige­nen Akti­vi­tä­ten des Krei­ses May­­en-Koblenz, die umge­hen­de Ein­rich­tung eines voll funk­ti­ons­fä­hi­gen Lan­des­impf­zen­trums, das die Kapa­zi­tä­ten hat, mög­lichst schnell die Boos­­ter-Imp­­fun­­­gen durch­zu­füh­ren, wel­ches aber auch für Erst- und Zweit­imp­fun­gen bereitsteht.