Stellungnahme zur Stadtratssitzung am 11.08.2011
Wenn man bedenkt, dass sich der Aufsichtsrat der Stadtwerke in zwei Sitzungen, danach der Haupt- und Finanzausschuss in vielen Stunden mit dem Betriebskonzept des neuen Hallenbades beschäftigt hat, dann kann man ermessen, dass die erneute Erörterung im Stadtrat über zweieinhalb Stunden beweist, wie schwierig und arbeitsintensiv Entscheidungen sind, die auf den ersten Blick einfach erscheinen. Im Kern ging es nämlich nur um die Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Schlechtwetterregelung und Gastronomie von Freibad, Hallenbad und Sauna und die Bewertung des sehr fundierten Gutachtens des Beraters Altenburg. Gerade dieses Gutachten hat sehr weitergeholfen, wenn auch viele unterschiedliche Ansprüche und Sichtweisen in eine solche Entscheidung einfließen, weil es nicht den Badbenutzer als Mustertyp gibt. Nun steht die Entscheidung, aber sie wird alsbald zu überprüfen sein, weil die Stadt auf Dauer nicht jährliche Verluste in Höhe von 1,35 Mio. Euro tragen kann. Diese Tatsache kann durch noch soviel Rederei nicht ausgeblendet werden.
Die von der SPD veranlasste Diskussion über die Gefahrenabwehrverordnung der Stadt war eine typische Unmutsdiskussion, jeder weiß was, was ihm nicht gefällt. Die städtischen Ordnungskräfte werden kritisiert weil sie nichts tun und wenn sie was tun werden sie noch heftiger kritisiert. So geht das nicht. Diese Fragen müssen im Dialog mit der Bürgerschaft ernsthafter auf den Prüfstand. Wer im Mayener Stadtrat kritisiert muss auch Lösungen aufzeigen. Dazu aber fällt der SPD nichts ein.
Bernhard Mauel

Seite drucken