Bildungsklausur der CDU der Verbandsgemeinde Weißenthurm

(v.l.n.r.): P. Moskopp, G. Hollmann, Josef Dötsch (MdL), Dr. Bretz, B. Opgenoorth, Dr. Weiland (MdL), Dr. Witsch-Rothmund, Prof. Dr. Krawitz, W. Weinbach.
Gymnasiale Oberstufe gefordert; Zusammenarbeit mit Uni Koblenz angestrebt
Auf ihrer diesjährigen Klausurtagung haben der Vorstand des Gemeindeverbandes und die Fraktion der CDU der Verbandsgemeinde Weißenthurm über Bildungs- bzw. Schulpolitik diskutiert. Die Verbandsgemeinde Weißenthurm ist Trägerin von zwei Hauptschulen und einer Realschule und insofern durch die angekündigte Einführung der „Realschule plus“ und der damit verbundenen Auflösung der Hauptschulen besonders betroffen. So wurde die Tagung auch unter der Überschrift Zukunft der Hauptschule bzw. der Hauptschüler durchgeführt. Als kompetente und namhafte Referenten konnte der Fraktionsvorsitzende Dr. Manfred Bretz die beiden Bildungswissenschaftler Prof. Dr. Rudi Krawitz und Dr. Franz Josef Witsch-Rothmund vom Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau sowie den Vorsitzenden des Bildungsausschusses im rheinland-pfälzischen Landtag Dr. Adolf Weiland begrüßen.
Im Laufe der lebhaften und informatiiven Diskussion kristallisierten sich zwei Schwerpunktthemen heraus.
- In der Verbandsgemeinde Weißenthurm, die die Zweitgrößte in Rheinland-Pfalz ist, existiert keine gymnasiale Oberstufe, die zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur) führt. Diese Kalamität hat in letzter Zeit zunehmend an Bedeutung gewonnen, weil die Versorgung der Grundschüler aus der VG Weißenthurm mit gymnasialen Angeboten aus der kommunalen Nachbarschaft, insbesondere der Stadt Koblenz, nur noch unzureichend erfüllt wird. Folgerichtig hat die CDU-Fraktion die Verbandsgemeindeverwaltung gebeten, die Einrichtung eines gymnasialen Zweiges am Schulzentrum Mülheim-Kärlich zu prüfen.
- Für die Einrichtung der neuen „Realschule plus“ sind vielfältige inhaltliche und organisatorische Einzelaufgaben zu bewältigen und können noch entsprechende Ausgestaltungen vorgenommen werden, wie Einführung einer gemeinsamen Orientierungsstufe, Einrichtung der 11. und 12. Klasse zur Erlangung der Fachhochschulreife, organisatorischer Aufbau der „Realschule plus“ usw.
Zur Begleitung und Unterstützung bei diesen anstehenden wichtigen schulpolitischen Aufgaben wird im Rahmen eines Projektes die Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Krawitz und Herrn Dr. Witsch-Rothmund von der Universität in Koblenz angestrebt.
Gez. Dr. Manfred Bretz

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