6. Flurwanderung
St. Sebastian. Vor kurzem traf man sich zur 6. Flurwanderung. Das Thema Lärmbeeinträchtigung benennt die CDU von St. Sebastian seit vielen Jahren in ihrem Wahlprogramm. Die heutzutage am meisten auftretenden Lärmquellen sind der Verkehrslärm, der Fluglärm und der Industrie- und Gewerbelärm. Wie stark sich die Lärmbelästigung seitens der Autobahn auf die Wohnqualität niederschlägt erfuhren die Teilnehmer auf ihrer ca. 120 min Wanderung durch die Flur. Nach Begrüßung durch die CDU-Vorsitzende Britta Müller ging es an der „Alten Turnhalle“, Feldstraße, los. Bereits auf der Wegstrecke in Richtung Autobahnunterführung wurde ein Lärmpegel von 75 dB (A) gemessen. Hier wird deutlich, dass die Lärmschutzwand an der A 48 der immer weiter zunehmenden Verkehrsdichte nicht genügt, zu niedrig, zu kurz und technisch veraltet! Das Lärmschutzmaßnahmen nicht nur durch Schutzbauten getroffen werden können, stellten alle bei näherem Betrachten unmittelbar an der Autobahn fest. Bäume als Lärmschutz sind eine sinnvolle Ergänzung zur Lärmschutzwand. Schalldämmende Effekte treten aber nur bei Bepflanzungen mit großer Bewuchsstaffelung auf. Einzelne Bäume, Baumreihen oder Hecken haben dagegen praktisch keinerlei Schutzfunktion. Nadelbäume haben ihre stärkste pegelmindernde Wirkung bei Frequenzen zwischen 500 und 2000 Hz, Laubbäume zwischen 2000 – 8000 Hz. Um das ganze Jahr wirksam zu sein, sollten nur solche Bäume eingesetzt werden, die ihre Belaubung auch im Winter behalten. Ein Beispiel eines solchen Baumes ist der Viburnum rhytidophyllum, genannt „Schneeball“. Seine Blätter hängen an dünnen Ästen nach unten, ähnlich der Birke. Dadurch bekommt der Baum eine große Fläche, die Schallwellen abfängt und eine Ausbreitung des Lärms verhindert. Als immergrüner Baum ergibt dies einen wesentlichen Vorteil gegenüber anderen Bäumen. An einem Wegekreuz, in der Gemarkung Kesselheim, legte die Wandergruppe eine kurze Rast mit Weinprobe ein, danach ging es durch eine Baumallee (Messung 45 dB) und über die Autobahn (Messung 90 dB ) zurück nach St. Sebastian. Zum Abschluss erwartete die Wanderer ein Mittagsimbiss. Von Seiten der Organisation an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die „Grillmeister“.

Seite drucken